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Pflanzenwelt

Botanische Charakteristik des Gebiets geht von der pflanzengeographischen Gliederung des Gebiets aus, wobei wir auf dem Gebiet von Mittelmähren Elemente, die typisch auch für die Bereiche vom Termophyticum - Hana, Mezophyticum wo überwiegt Drahanska vrchovina, Zabrezsko - unicovsky úval (Talenge von Zabreh und Unicov), Gebirgsvorland der Gesenken und Moravská brána (Mährisches Tor) und sogar Oreophyticum - Niedrige Gesenke.

Für jede von diesen pflanzengeographischen Bereichen sind andere Pflanzen- und Tierarten charakteristisch. In den Bereichen des Termophyticum kommen Wärme liebende Arten vor, die höhere Durchschnittstemperaturen brauchen und meistens kleinere Regenniederschläge tolerieren. Das Gebiet des Termofyticums ist ebenso durch die niedrige Seehöhe (im Allgemeinen ca. bis 500 m über dem Meeresspiegel) charakterisiert. Für das Gebiet des Mezophytikums sind typisch die Arten, die wir laienhaft als "den goldenen Mittelweg" benennen können, die für ihr optimales Wachstum sowohl Niederschlags- als auch Temperaturdurchschnitt brauchen. Ebenso bevorzugen die hier wachsenden Arten mittlere Werte der Seehöhe (im Allgemeinen ca. bis 650 m über dem Meeresspiegel). Es handelt sich um die Mehrheit der Vegetation in unserer Umgebung und unter unseren Klimabedingungen. Das letzte Gebiet, Oreophyticum, ist in Mittelmähren nur marginal vertreten und es sind hier die Bergarten von Pflanzen, die niedrige Temperaturen, höhere Feuchtigkeit und allgemein rauhere Klimabedingungen tolerieren, charakteristisch, (Temperaturschwankungen, große Unterschiede von der Temperatur Tag/Nacht). Die Seehöhenspanne bewegt sich zwischen ca. 750 - 1602 m über dem Meeresspiegel. In Mittelmähren handelt es sich um die untere Grenze der Seehöhen (Umgebung von Slunečná 800 m über dem Meeresspiegel). Der Bereich der Seehöhen für einzelne Gebiete sind sind nur als Anhaltspunkt zu verstehen und sie hängen sehr auch mit der Morphologie des Gebietes zusammen, also es kann passieren, dass man einige Arten von Pflanzen, die z.B. für Gesenke typisch sind, auch im Naturschutzgebiet Litovelské Pomoraví sehen kann.

Bedeutendes Element, das ebenso die botanische Vielfalt des Gebietes beeinflusst, ist die Osmose der Elemente vom Karpatengebilde auf dem Gebiet von Mittelmähren, das in das Gebiet des Böhmischen Massivs gehört. Typisches Beispiel ist z. B. der Goldteller (Hacquetia epipactis) oder Drüsenzahnwurz (Dentaria glandulosa) im Naturschutzgebiet Království (Königsreich), wo die Westgrenze ihre Erweiterung erzielt.

Allgemein kann man die Vegetation auf dem Gebiet von Mittelmähren oder auch in anderen Gebieten teilen z. B. an forstlich - holzartige, Wiesen- und Sumpf - Kräutervegetation mit allen möglichen Übergängen und Typen der Völker.


Der Waldbestand in der Region von Olmütz, Prerov und Prostejov hat von seiner ursprünglichen mittelalterlichen Gestalt bis zur Gegenwart wesentliche Veränderungen erfahren. Es kam vor allem zu einer Veränderung der natürlichen Artzusammensetzung der Wälder, durch den Einfluss ihrer wirtschaftlichen Ausnutzung und der folgenden Forsttätigkeiten. In den meisten Fällen hat sich aus der Sicht des Naturschutzes um negative Eingriffe gehandelt. Trotzdem ist hier eine Reihe von natürlichen Waldtypen erhalten geblieben.

Bisher sind ziemlich zahlreich die Eichen-Hagebuchen Waldtypen mit der Dominanz der Eiche und der Hagebuche mit verschiedener Art des Unterholzes, in Abhängigkeit von dem Standort. Am häufigsten jedoch mit der Wimpersegge (Carex - pilosa), Zwiebelzahnwurz (Dentaria bulbifera), Frühlingsplatterbse (Lathyrus versus), Buschwindröschen (Anemone nemorosa), Echten Sternmiere (Stellaria holostea) und der Türkenbundlilie (Lilium martagon). Die erhaltenen Bestände des Eichen - Hagebuche Wälder können wir an den südlichen Hängen der Odra Berge (Oderské vrchy) in der Gegend von Gemeinden Bohuslávky, Loučka und Podhoří, im Naturschutzgebiet Litovelské Pomoraví - Das Naturdenkmal Třesín, Schutzgebiet U Spálené oder in der Gegend von Přerov - Přestavlcký les, Wälder bei Bezuchov oder Dřevohostcký les, die zugleich für europäisch bedeutende Lokalitäten im Rahmen Natura 2000 vorgeschlagen wurden.

Den nächsten vegetativen Typ bildet der Buchenwald, wo wie selbst der Name sagt, die Buche dominiert. Insgesamt handelt es sich um den Gebirgsvorland- und gebirgigen Typ des Waldes und ist somit in Mittelmähren nur selten vertreten, vor allem im Raum der Odra Berge (Oderské vrchy) und im Gebirgsvorland der Gesenke und teilweise in Drahanská vrchovina (Drahany Höhe). Die Mehrheit der natürlichen Waldbestände war meistens an Fichtenmonokultur umgestaltet. Dem Unterholz der Buchenwälder dominiert Einblütiges Perlgras (Melica uniflora), Waldschwingel (Festuca altissima), Wimpersegge (Carex pilosa) oder Mandelblättrige Wolfsmilch (Tithymalus amygdaloides). Einen spezifischen und seltenen Typ des Buchenwaldes bilden Waldvögeleinbuchenwälde mit einer Reihe von Knabenkrautpflanzen - Weißes Waldvögelein (Cephalanthera damasonium), rotes Waldvögelein (Cephalanthera rubra), Gelber Frauenschuh (Cypripedium calceolus) oder Vogelnestwurz (Neottia nidus-avis). Dieser Typ der Buchenwälder befindet sich in Mittelmähren vor allem in Nationalschutzgebiet Špraněk in Javoříčský kras.

Als Gegenteil des Buchenwaldes können wir die wärmeliebende Eichenforste mit der dominanten Wintereiche betrachten. Für das Unterholz ist charakteristisch das Vorkommen von der Ästigen Graslilie (Anthericum ramosum), Salomonssiegel (Polygonatum odoratum), Weißes Fingerkraut (Potentilla alba) oder von dem kritisch bedrohten Rosmarinseidelbast (Daphne cneorum). Im Rahmen der Region wurde dieser Typ des Bestandes nur selten in kleinen Fragmenten an Trešín (Natuschutzgebiet Litovelské Pomoraví) oder am Velký Kosíř erhalten.

Einen besonderen Typ des Eichenforstes bilden sog. saure Eichenforste, die sich auf den mineralarmen Substraten entwickelt haben. Oft sind hier auch die Bestände von der Weißtanne (Abies alba). Im Unterholz vorkommen oft die Arten wie Rundblättriges Labkraut (Gallium rotundifolium), Behaarte Hainsimse (Luzula pilosa) und Fingersegge (Carex digitata). Diese Arten kommen auf dem östlichen Rande von Drahanská vrchovina oder im Tal von Bělkovický potok vor.

Einen charakteristischen Typ des Waldbestandes bilden die Fichtenwälder. Die könnt man in Mittelmähren sehr gut. Aber Vorsicht ! Es handelt sich um kulturelle Fichtenwälder, von Förster gezüchtet an verschiedene Typen der Standorte - z.B. auch in Auenwäldern (s. unten). Die natürlichen Fichtenwälder vorkommen hier nicht. Für die sind hohe Lagen der Gesenke charakteristisch. Der Gesenke Region wird ein selbstständige Kapitel gewidmet.

Zu besonderen Typen der Waldvegetation gehören Auenwälder. Es handelt sich um sog. azonalen Typ der Vegetation. Der ist an Fluren größerer Flüsse gebunden und missachtet in solchem Maß das Klima der Region. Allgemein unterscheiden wir eine harte Aue - an trockeneren Plätzen, da gehören stattliche Bäume wie die Sommereiche, Esche, Ahorn, Ulme oder Lindenbäume. Dagegen vorkommt sog. weiche Aue an nässeren Standorten in der unmittelbaren Nähe der Flüsse und ist vor allem durch Weide, Erle und Pappel charakterisiert. Charakteristische Erscheinung des Auenwaldes bildet sog. Frühlingsaspekt, wo vor dem Blattwerk der Bäume aus dem Unterholz eine bunte Auswahl von Kräutern ausblüht - sog. Geophyt. Zu den charakteristischen Vertretern gehört Kleines Schneeglöckchen (Galanthus Nivalis), Knotenblume (Leucojum verum), Hohler Lerchensporn (Corydalis cava), Waldgoldstern (Gagea lutea) oder dunkles Lungenkraut (Pulmonaria obscura). Als typisches Beispiel vom Auenwald in Mittelmähren ist das Schutzgebiet Litovelské Pomoraví, Schutzbereich Království bei Grygov, Chrbovský les zwischen Troubky und Chropyně, oder kleinere Enklaven in Fluren des Flusses Bečva.

Bedeutender und charakteristisch ist der Vegetationstyp sind die Schuttwälder an den meistens exponierten Steinhängen mit einer reichen Mosaik vom Gehölz - Ahorne, Esche, Linde, Ulme oder Hagebuche. Im Unterholz vorkommt auch eine bunte Auswahl von Arten, von denen sehr auffällig das Ausdauernde Silberblatt (Lunaria rediviva), oder Waldgeissbart (Aruncus vulgaris) ist. Typische Bestände Schuttwälder vorkommen an den Hängen vom Flusstal Bystřice in der Gegend von Hrubá voda - Schutzbereich Hrubovodské sutě.


Sumpfgebietsvegetation in Mittelmähren ist an Flussgebiet Morava gebunden - an seinen Strom, Fluren und Zuflüsse und an Wasserflächen insgesamt der antrophogenen Herkunft - Sandgruben, Teiche, Klausen … Am häufigsten begegnen man hier Schilfrohr- und Seggearten. Sehr selten ist die Vegetation der Fließgewässer. Im Allgemeinen kam es zu einem bedeutenden Rückgang der Wasser- und Sumpfgebietsvegetation in den vergangenen Jahren durch den Einfluss der Stromregulation und Melioration der Landschaft. Zu den typischen Arten der Wasser- und Sumpfgebietsvegetation gehört Schilfrohr (Phragmites australis), Breitblättriger Rohrkolben (Typha latifolia), zahlreiche Arten von Seggen, Hornkraut (Ceratophyllum demersum), Krauses Leichkraut (Potamogeton crispus), Wasserschwertlilie (Iris psedacorus) oder Wasserprimel (Hotonia palustris). Eine typische Lokalität in Mittelmähren, die reich an Wasser und Sumpfgebietsvegetation ist, ist Schutzgebiet Litovelské Pomoraví und weiter eine breitere Flur der Flüsse Morava und Bečva.

An Fülle von Wasser sind auch die Gruppen des Moorlandes gebunden. Die waren allerdings in der Vergangenheit am meisten von allen Arten der Pflanzengruppen degradiert. Auf dem Gebiet von Mittelmähren sind eigentlich Reste von zwei Moorländern erhalten geblieben, und dazu noch in einer degradierten Form wegen dem Schöpfen vom Trinkwasser. Eins von denen ist Černovírské slatiniště bei Olomouc, wo die stark bedrohte Prachtnelke (Dianthus superbus) oder Zottige Wolfsmilch (Euphorbia villosa) vorkommt und das zweite ist das Naturdenkmal Hrdibořické rybníky mit Vorkommen der kritisch bedrohten Arten wie Sumpfengelwurz (Angelica palustris) oder Kleinblättrige Brunnenkresse (Nasturtium microphyllum).

Einen scheinbar ähnlichen Charakter der Vegetation gestaltet sich an Moorwiesen, die sich allerdings an einer sauren Sohle bilden. Im Rahmen der Region Mittelmähren treten sie bedeutend nur in Oderské vrchy - Schutzbereich Smolenská luka auf. Zu den typischen Vertretern von Pflanzen können wir hier die Kugelige Teufelskralle (Phyteuma orbiculare) oder Sumpfläusekraut (Pedicularis palustris) nennen.

Dagegen häufig kommt im Bereich Mittelmähren die Wiesenvegetation aller Typen vor - feuchte alluviale, mesophile Wiesen der mittleren Lagen oder sonnige xerotherme Rasenplätze mit Vorkommen von wärmeliebenden Pflanzenarten. Alle diese Wiesentypen waren in der Vergangenheit bedeutend degradiert, sowohl wegen der Absenz von Pflege, als auch wegen der Änderung der hydrologischen Verhältnisse (Melioration) oder ihrer vollständigen Entsorgung z.B. Veränderung zu Ackerboden. Zu den Prachtstücken der alluvialen Wiesen in Mittelmähren kann man Wiesen im Schutzbereich Plané Loučky einreihen, wo man Hunderten von pflanzlichen Arten begegnen kann. Es handelt sich meistens um sog. Wiesenfuchsschwanzwiesen mit Dominanz von Wiesenfuchsschwanz (Alopecurus pratensis) und anderen Arten wie Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis), Wiesenstorchschnabel (Geranium pretense) oder in nässeren Teilen Grauer Kratzdistel (Cirsium canum). Das Vorkommen der mesophilen Wiesen ist im Rahmen der Region am zahlreichsten. Meistens handelt es sich um degradierte Kulturwiesen mit Vorkommen von Glatthafer (Arrhenatherum elatius). An die Verschiedenheit und an Vorkommen von geschützten und bedrohten Pflanzenarten sehr reich sind dann die xerothermen Rasenplätze, die allerdings nur als Reste erhalten geblieben sind. Charakteristische Vertreter von Pflanzen sind hier z.B. Aufrechte Trespe (Bromus erectus), Bergaster (Aster amellus) oder Kartäusernelke (Dianthus cartusianorum).

Ein sehr bedeutendes, und nicht nur aus der ästhetischen Sicht, aber vor allem aus der Sicht des Naturschutzes, ist das Vorkommen von ganzer Reihe bedeutender und geschützter Pflanzenarten in allen oben genannten Vegetationstypen. Das bezeugt einerseits die Erhaltung eines Teiles der Naturschätze in der Region und andererseits die Bemühung und Erfolg, diese Natur zu schützen. Zu den bedeutendsten Pflanzenarten in Mittelmähren gehören z.B. Schwarze Binsel (Juncus atratus), Sumpfplatterbse (Lathyrus palustris), Kugelige Teufelskralle (Phyteuma orbiculare), Sumpfgreiskraut (Senecio paludosus), Dachige Sigwurz (Gladiolus imbricatus), Fleischfarbenes Knabenkraut (Dactylorhyza incarnata), Große Kuhschelle (Pulsatilla grandis), Dreizähniges Knabenkraut (Orchis tridentata), Kleines Knabenkraut (Orchis Morin), Frauenschuh (Cypripedium calceolus), Kleinblättrige Brunnenkresse (Nasturtium microphyllum) und mehrere andere, nicht minder bedeutende Arten.


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