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Zeit der Reformation und der Dreißigjährigen Kriegs

In Olmütz wurde ein Jesuitenkollegium und -gymnasium erbaut, welches 1573 vom Papst Gregor VIII. und durch das kaiserliche Dekret von Maxmilian II. zur Universität erhoben wurde.

Die Friedenszeiten wurden durch die Ereignisse des Dreißigjährigen Kriegs unterbrochen. 1619 erschien bei Olmütz die Standesarmee, die hier einige Gemeinden ausplünderte. Am schlimmsten wurde jedoch das Gebiet in der Schlussphase dieses europäischen Konflikts betroffen. 1643 fielen die Schweden auch in Mähren ein und nahmen die Städte Přerov, Prostějov und nach einer gewaltigen Umlagerung auch Olomouc ein. Hier blieben sie 8 Jahre und erst im Jahre 1650, zwei Jahre nach dem Friedensabschluss, wurden sie ausgestoßen. Alle Landesämter wurden noch vor dem Einrücken nach Brno verlegt und hier blieben sie auch weiterhin, Olomouc verlor seine Stellung der Hauptstadt Mährens. Die Folgen des Dreißigjährigen Kriegs waren furchtbar - von den ursprünglichen 32 000 Olmützer Bewohnern blieben nur 2500 im Leben, die Stadtumgebung wurde ausgeraubt, jede fünfte Gemeinde ging ein. Die Schätzungen, die sich auf das ganze Gebiet Mährens beziehen, behaupten, dass ein ganzes Drittel der Einwohner infolge des Hungers, Mordens und der Krankheiten starb, denen die unter den Kriegsqualen leidende Bevölkerung leichter erlag.


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