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Mittelmähren im Früh- und Hochmittelalter

Sie waren angeblich hoch, schlank und sehr geschickt. In der ersten Hälfte des neunten Jahrhunderts entsteht die erste Staatsform auf unserem Gebiet, und zwar das Großmährische Reich. Nach dem Einzug von Cyrill und Method begann hier der Einfluss des Christentums zuzunehmen und die Anzahl von Kirchen begann zu steigen. Eine der bedeutenden Basiliken stand auch in Olmütz auf dem heutigen Biskupské-Ring.

Zu Beginn des 10. Jahrhunderts zerfiel das Großmährische Reich infolge der Angriffe der Nomadenstämme und das Gebiet geriet allmählich, ähnlich wie das ganze damalige Mähren, unter der Regierung der Primisliden. 1019 vertraute der Fürst Oldřich Mähren in die Verwaltung seines Sohns Břetislav an, welcher sich auf die Militäreinbrüche in die umliegenden Länder konzentrierte. Nach seinem Tod wurde das Mähren in drei Teilländer geteilt - Znaimer, Brünner und Olmützer - in denen die jüngeren Söhne von Bretislav und später ihre Nachkommen regierten.

Der erste Bericht über die Stadt Olomouc selbst stammt aus dem Jahre 1017, als mit dem Umbau einer kleinen hölzernen Burgstätte in eine Fürstenburg mit einer Kirche und einer Kaufmannssiedlung begonnen wurde. 1063 wurde in Olmütz vom Fürsten Vratislav das mährische Bischoftum wieder aufgenommen.

Die Stadt Olomouc wuchs weiter, in der Mitte des 13. Jahrhunderts wurde sie mit den Stadtmauern umgewallt und durch das Königsdekret wurde ihre offizielle Gründung bestätigt. In dieser Zeit werden in Mittelmähren weitere wichtige Städte wie Přerov, Prostějov, Uničov oder Litovel gegründet. Im Laufe des 13. und 14. Jahrhunderts werden weitreichende Gebiete kolonisiert, dank dessen das Vermögen und die Macht vieler mährischer Adelsgeschlechte wuchsen, die die Regierung und die Entscheidungstätigkeit in ihre Hände nahmen.

1306 wurde im Sitz des Olmützer Bischfs der letzte Primisliden-König Wenzel III. ermordert, als er mit seinen Truppen nach Polen zog. Nach dem Aussterben der Herrscherdynastie der Primisliden und nach den anschließenden Kämpfen um die Macht kamen die Luxemburger auf den böhmischen Thron und es kam zu einer heftigen Entwicklung insbesondere der Königsstädte.

Unter der Regierung von Karl IV. wird zum mährischen Markgraf erblich sein jüngerer Bruder Jan Jindřich. Unter seiner Herrschaft wurde das mährische Landgericht neu konstituiert, welches abwechselnd in Olmütz und Brünn seinen Sitz hatte, wie es auch bei dem Landtag der Fall war. Nach dem Tod von Jan Jindřich im Jahr 1375 gewannen die Herrschaft in Mähren gemäß seines Testaments seine drei Söhne - Jošt, Jan Soběslav und Prokop. Sie alle besaßen das Recht auf die Nutzung des Titels Markgraf, das Hauptwort hatte jedoch der älteste, Jošt. Zwischen den Brüdern brachen jedoch bald Streitigkeiten und schließlich auch ein Krieg um die Macht auf, welcher mit Pausen für die folgenden drei Jahrzehnte auch das Territorium der heutigen Region Mittelmähren verwüstete.

Im Laufe der mittelalterlichen Epoche wurde die Hannakei ein bedeutsames ökonomisches und kulturelles Gebiet, welches durch die Landwirtschaft, den Handel, das Brauereiwesen sowie durch die unikate Tonkeramik berühmt war, die bis nach Skandinavien und Frankreich exportiert wurde.


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